Start Übungen 06.02.2010 Übung: Eisrettung in Sand am Main
22 | 05 | 2012
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06.02.2010 Übung: Eisrettung in Sand am Main PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Nicklaus   
Freitag, den 12. Februar 2010 um 23:05 Uhr

Drei Personen ins Eis eingebrochen, eine Person unter der Eisfläche vermisst – das war das Szenario für die Eisrettungsübung, zu der die Kreiswasserwacht unter der Leitung von Johannes Rennert, Feuerwehren und Hilfsorganisationen der Region an den Sander Baggersee eingeladen hatte. Rund 75 Wasserwachtler, THW-Aktive, BRK-Helfer und Feuerwehrleute aus Eltmann, Ebern, Hofheim, Haßfurt und Sand, Schweinfurt und Sennfeld nutzten die Gelegenheit, eine solche Eisrettung unter realistischen Bedingungen zu üben.

Übungsdauer:

10:30 bis 14:30 Uhr, Dauer 4 Stunden

eingesetztes Personal:

11 Feuerwehrangehörige

eingesetzte Fahrzeuge:

ELW, GW-L2

eingesetzte Geräte:

Steckleiterteile, Feuerwehrbeil, Rettungsboot RTB1, Schwimmwesten, Feuerwehrleinen

 

 

Bilder: Silvia Vollert und Thomas Nicklaus

 

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Bei dieser Übung wurden die unterschiedlichen Rettungsmittel der Wasserwacht und der Feuerwehren vorgestellt und getestet. Sechs so genannte Rettungsschlitten haben die Feuerwehren im Landkreis, zwei weitere die Wasserwacht. In der Regel handelt es sich um Metall- oder Hartfaser Schlitten, in die die Schlauchboote eingesetzt werden. Mit dem Feuerwehrbeil ziehen sich die Retter Richtung Unglücksstelle. Durch den Schnee auf der Eisfläche und dem Tauwetter während der Woche war das Eis an der Oberfläche jedoch so sulzig und brüchig, dass mit den Schlauchbooten ein Vorwärtskommen kaum möglich war, ohne die Eisfläche zu betreten. Besser ging es mit den Steckleiterteilen und dem Rettungsschlitten der Wasserwacht.

 

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Im Ernstfall sind die Rettungskräfte gefordert und zwar unter besonderem Zeitdruck. Am Samstag herrschte im Sander Baggersee eine Wassertemperatur von drei Grad Celsius – das bedeutet für die Rettung des Eingebrochenen ein Zeitfenster von rund 15 Minuten, bis der Kreislauf der Kälte Tribut zollt.

Dass diese Zeit sehr knapp ist – schließlich muss die Alarmierungszeit zugerechnet werden –, zeigte sich im Test der verschiedenen Rettungsmittel am Samstag. Gerade für die Situation bei angetautem, aber noch halbwegs tragfähigem Eis erwies sich der „Ferno“-Rettungsschlitten, den die Wasserwacht Sennfeld mitgebracht hatte, als optimal. Ähnlich wie bei einem Katamaran verteilt sich hier das Gewicht auf zwei Schwimmkörper, dazwischen kann der Retter laufen. In Windeseile war das erste „Opfer“ aus dem Wasser gerettet und die Helfer am Ufer zogen den Schlitten zurück. Nach kraftraubender Anstrengung kam auch der Boots-Schlitten beim Eingebrochenen an.

 

Zum Einsatz kamen auch die Eis-Rettungstaucher der Wasserwacht, die die Rettungs-Puppe „Andi“ unter der Eisfläche suchten und fanden. Etwa 30 Rettungstaucher gibt es im Landkreis Haßberge, etwa zehn von ihnen sind Eisrettungstaucher.

 

Mit Interesse verfolgte Kreisbrandrat Josef Jüngling mit den Kreisbrandinspektoren Peter Pfaff, Peter Hegemann, Rudi Lübke und Kreisbrandmeister Johannes Betz sowie Martin Jung vom THW und auch Franz Ott, der am Landratsamt den Katastrophenschutz leitet, die Übung.

 

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Rettung mit dem Boot (FF Sand)

 

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Rettung mit dem Boot - nachdem kein Vorkommen möglich war, musste die Besatzung aussteigen...

 

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.....um zur Einbruchstelle zu gelangen (FF Hofheim)

 

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Rettung mit der Steckleiter (FF Ebern)

 

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Rettungstaucher der Wasserwacht

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. September 2011 um 08:49 Uhr
 
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