Start Rettungshundestaffel Aktuelles Eignungstest, Wesenstest und Vorprüfung für Rettungshundeteams
22 | 05 | 2012
Eignungstest, Wesenstest und Vorprüfung für Rettungshundeteams PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Heike Dressel   
Sonntag, den 06. März 2011 um 23:13 Uhr

Am Samstag, den 05.03.2011 bei der Freiwilligen Feuerwehr Hofheim

Es wurden insgesamt 12 Teams (Hundeführer mit Hund) getestet,

davon 3 Gäste ( 1 x Teamdogs e. V. aus Thüringen, 2 x Mantrailer Hesselberg) und 9 eigene Teams (DRV Maintal).

Wir führten einen Eigungstest für Rettungshunde durch, einen Wesenstest für Rettungshunde und sowie eine Vorprüfung für Rettungshunde. Alle drei Tests müssen die Teams absolvieren,

um sich für die eigentliche Rettungshundeprüfung (Fläche I + II, Trümmer) zu qualifizieren.


Der bestandene Eignungstest ist die Voraussetzung für den Ausbildungsgang zum RH. Hierbei wird das Verhalten des Hundes gegenüber (unbekannten) Menschen und Tieren in verschiedenen (unbekannten) Situationen getestet. Der Hund muß ein gut entwickeltes Sozialverhalten gegenüber beiden aufweisen. Starke optische und akkustische Reize wirken auf den Hund ein, dabei darf er nicht aggressiv oder eingeschüchtert reagieren. Er soll selbstständig arbeiten können, aber auch ein Team mit seinem Führer bilden, um gemeinsam die gestellten Aufgaben zu bewältigen. Da die Ausbildung ausschließlich über positive Verstärkung erfolgt, wird die Bereitschaft des Hundes zum Spiel mit seinem Hundeführer, aber auch mit fremden Menschen überprüft. Bei der Gewandtheitsprüfung muss der Hund verschiedene unangenehme Materialien begehen, durch einen Tunnel kriechen und über eine Bohle balancieren. Bei der Trageübung muss sich der Hund von einem ihm unbekannten Menschen vom Hundeführer wegtragen lassen, ohne unsicher oder gar aggressiv zu werden.


Ähnliche Anforderungen stellt der Wesentest für Rettungshunde, allerdings in deutlich verstärkter Form. Da die Hunde zum Teil stark gefordert werden, sind erst Hunde ab 12 Monaten zugelassen. Die Hunde sind bei manchen Aufgaben ganz auf sich alleine gestellt, ohne Blickkontakt zu ihrem Hundeführer. Hier wird die nervliche Belastbarkeit stark gefordert und die psychische Stabilität des Hundes getestet.


Erst mit bestandenem Eignungstest und Wesenstest darf der Hund an der Vorprüfung teilnehmen. Bei der Vorprüfung wird die Zusammenarbeit von Hund und Hundeführer in der Unterordnung sowie in der Suche geprüft. Beim Grundgehorsam wird die Führigkeit des Hundes bewertet, weiterhin müssen verschiedene Kommandos auf Ansage des Prüferteams unverzüglich ausgeführt werden. Während ein weiteres Team läuft, muss der Hund zuverlässig auf einem zugewiesenen Platz abliegen. Bei der Suche in einem kleinen Waldgebiet (ca. 2000m²) soll der Hund selbstständig die zuvor ausgelegte Versteckperson finden und dann je nach Anzeigeart den Fund melden. Dabei darf er die Person nicht verlassen, bedrängen oder gar verletzen.


Diese Tests sind die Zulassungsvoraussetzungen zur Rettungshundeprüfung für den HUND.

Auch die Hundeführer müssen noch diverse Themen abarbeiten (UVV, Funk, Orientierung, Erste Hilfe Mensch, Erste Hilfe Hund, Einsatztaktik,...), welche dann jährlich wiederholt werden müssen,

aber erst in der eigentlichen Prüfung abgefragt werden. Auch die "Abschlußprüfung" der Teams ist nicht endgültig, sie muss alle 18 Monate neu abgelegt werden, um die Einsatzfähigkeit zu erhalten.

 

Wir freuen uns, dass fast alle der 12 angetretenen Teams ihre jeweiligen Prüfungen gut bestanden haben!

 

Im Juni werden wir eine Prüfung für einsatzfähige Rettungshundeteams in den Sparten Flächensuche I und II sowie eine Trümmerprüfung ausrichten.

 

Hier noch ein paar Bilder vom Samstag:

 

rh_5maerz_01

Dolcezza (Spinone Italiano) läßt sich vom drohenden Fremden nicht beeindrucken !

 

 

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Kira (DSH) bleibt bei der Trageübung mit Übergabe an fremde Personen

völlig cool ! Die Träger kommen bei dem Gewicht schon ins Schwitzen !   Lächeln 

 

 

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Nachwuchshund Caruso (Mix) beim Überqueren der Bohle.

 

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Shadow (Border Collie) kann das schon viel schneller !

 

 

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Bennett (Nova Skotia Duck Tolling Retriever) mit seiner Hundeführerin

und dem Prüferteam auf dem Weg ins Suchgebiet.

 

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Bennett hat das ausgelegte "Opfer" gefunden und angezeigt !

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 12. März 2011 um 10:05 Uhr
 
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