| 18.3.2010 Rauchmelderaktion: erste Familien besucht |
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| Geschrieben von: Horst Klarmann | |
| Donnerstag, den 18. März 2010 um 14:37 Uhr | |
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Recht unscheinbar sieht er aus, der kleine Lebensretter, den Hofheims Feuerwehrkommandant Karlheinz Vollert mitgebracht hatte, als er am Donnerstagnachmittag bei Familie Daschner in Lendershausen vor der Haustür stand. Rund, etwa zwölf Zentimeter im Durchmesser, drei Zentimeter dick, aus beige-weißem Kunststoff: ein Rauchmelder. Der Hausbesuch des Hofheimer Feuerwehrchefs war eine Premiere und hatte zugleich einen freudigen Anlass, denn Familie Daschner hat Nachwuchs bekommen. Neun Wochen ist Felicitas alt und damit das jüngste der drei Daschner-Kinder. Ihretwegen hat Karlheinz Vollert im Namen der Feuerwehr und der Stadt Hofheim ihr den Rauchmelder geschenkt. ![]() Vollert erklärt: „Wir hatten uns seitens der Feuerwehr bei Bürgermeister Wolfgang Borst gemeldet mit der Idee, Familien aus dem Gemeindebereich, die Nachwuchs bekommen haben, einen Rauchmelder zu schenken.“ Da habe ihn Borst darauf hingewiesen, dass das Kreisjugendamt ebenfalls plane, Familien mit Neugeborenen zu besuchen und ihnen ein Infopaket zu überreichen. Da war schnell der Entschluss gefasst, beide Vorhaben miteinander zu kombinieren. Seit Anfang März wird dies nun umgesetzt. Willkommenspaket für Babys Aus diesem Grund war Vollert am Donnerstag nicht allein nach Lendershausen gefahren, sondern hatte Christoph Fink im Feuerwehrfahrzeug mitgenommen. Fink ist Bezirkssozialarbeiter des Kreisjugendamts in Haßfurt und für den Raum Hofheim zuständig. Das „Babywillkommenspaket“, das er an Familie Daschner übergab, enthielt beispielsweise Informationen zur Frühförderung im Landkreis Haßberge, Formulare zur Beantragung von Eltern- und Kindergeld und weitere Informationen, die für junge Eltern wichtig sind. Das Paket sponsern landkreisweit jeweils die Kommunen. Als Familienvater Daniel Daschner den Rauchmelder entgegennimmt, sagt er, dass dies nicht der erste Rauchmelder in seiner Familie ist. Er hatte bereits vor einigen Jahren in die Sicherheit investiert und einige Rauchmelder angeschafft. Nach einem Umzug hatte er nur noch keine Zeit gefunden, sie erneut zu installieren. Dies wolle er nun nachholen, versprach er dem Feuerwehrkommandanten. Dieser gab gleich vor Ort noch einige Tipps, wie und wo ein batteriebetriebener Rauchmelder am besten anzubringen ist: einfach mit doppelseitigem Klebeband oder zwei kleinen Schrauben an der Zimmerdecke befestigen, möglichst in der Raummitte. Sollte ein Rauchmelder im Flur platziert sein, dann möglichst vor den Schlafräumen. Denn: Die größte Gefahr droht den Bewohnern dann, wenn ein Brand nachts ausbricht und sich der hochgiftige Brandrauch unbemerkt in der ganzen Wohnung ausbreiten kann. Ist ein Feuer ausgebrochen, gibt der Rauchmelder einen lauten, schrillenden Alarmton von sich und weckt so die Hausbewohner. Ohne Rauchmelder schweben die Menschen, die sich in der Brandwohnung aufhalten, in Lebensgefahr. Die meisten der rund 600 Brandtoten in Deutschland sterben nachts in ihren Betten, weil sie zu spät auf – oder gar nicht mehr – aufwachen. Bereits einige Atemzüge in dem Qualm genügen, um das Bewusstsein zu verlieren. Von einer Flucht durch verrauchte Räume oder Treppenhäuser rät die Feuerwehr daher dringend ab. Sicherer ist es, auf Balkonen oder in unverrauchten Zimmern am Fenster auf die Rettung durch die Feuerwehr zu warten. Rauchmelder gibt es für wenige Euro im Baumarkt. Wichtig sei es, erklärt Vollert, beim Kauf auf die Prüfzeichen auf den Geräten zu achten. Diese garantierten, dass die Rauchmelder auch einwandfrei funktionieren. Hier gelte es, notfalls nicht zum billigsten Modell zu greifen. Für den Rauchmelder, der Familie Daschner geschenkt wurde, hat sich übrigens schon ein Platz gefunden: „Der kommt bei mir ins Zimmer“, sagte der achtjährige Jean-Paul, sobald er das Gerät erblickt hatte. Im Anschluss wurde noch an drei weitere Familien der Rachmelder und das Babywillkommenspaket übergeben.
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. November 2010 um 19:41 Uhr |



