| Bereichsausbildung: Atemschutz-Sicherheitstrupp 2011 (16.Update, 13.11.2011) |
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| Geschrieben von: Simon Gräf | |||
| Dienstag, den 15. Februar 2011 um 20:25 Uhr | |||
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Nachdem nun das Pilotprojekt Atemschutz-Sicherheitstrupp 2010 erfolgreich abgeschlossen wurde, hat sich die Führung der Feuerwehr Hofheim dazu entschieden, die Fortbildung für alle umliegenden Atemschutz-Feuerwehren anzubieten. Da die Feuerwehr Hofheim praktisch niemals alleine unter Atemschutz im Einsatz sein wird, ist es von Vorteil wenn die Feuerwehren aus einem Einsatzbereich auf die gleiche Ausbildung zurückgreifen können. Auf einer allgemeinen Inforveranstaltung vor Weihnachten wurde den Kommandanten der Feuerwehren das mehrstufige Ausbildungskonzept vorgestellt und die Hintergründe dazu erläutert. Die anwesenden Feuerwehren aus dem Inspektionsbezirk II (Landkreis Haßberge) und Stadtlauringen (Landkreis Schweinfurt) zeigten sich sehr interessiert und sicherten zu, Teilnehmer aus ihren Feuerwehren zu entsenden.
Im weiteren Verlauf wird über den Fortschritt der Ausbildung berichtet. 1. Termin 04.02.2011: Infoveranstaltung für interessierte Atemschutzgeräteträger. Teilnehmer aus den Feuerwehren Aidhausen, Burgpreppach, Ditterswind, Ermershausen, Hafenpreppach, Kleinsteinach und Stadtlauringen. 2. Termin 12.03.2011: Einsatzgrundlagen und Strahlrohrtraining Aufgrund der vielen Teilnehmer wird der Lehrgang in 2 Gruppen aufgeteilt. Gruppe 1: Aidhausen, Ditterswind, Hafenpreppach (10 Teilnehmer) Ermershausen (auf eigenem Wunsch nicht mehr dabei) Gruppe 2: Hofheim, Stadtlauringen (10 Teilnehmer) In diesem Ausbildungsabschnitt wurden die Grundlagen für die weitere Ausbildung gelegt. Ein wichtiges Kernelement ist das zugrunde liegende Einsatzkonzept (Hofheimer Atemschutzkonzept). Dies wurde den Teilnehmern vermittelt und näher gebracht. Zusätzlich wurde ein Strahlrohrtraining durchgeführt. Die effektive und richtige Handhabung eines Hohlstrahlrohres ist für alle Atemschutzgeräteträger wichtig und wird immer wieder in den kommenden Ausbildungsabschnitten abverlangt. Jeder Teilnehmer sollte möglichst mit seinem eigenen Hohlstrahlrohr üben. Vorgehen mit dem Strahlrohr im Seitenkriechgang, Temperaturcheck, Rauchgaskühlung und Flashover-Block mussste jeder Teilnehmer mindestens zweimal machen. Bilder (Simon Gräf):
Station: Ausrüstung für den Atemschutzeinsatz
Station: Vorgehensweisen - hier Seitenkriechgang
Station: Strahlrohrtraining Gruppe 1, 3. Termin: 19.03.2011, 13.00 Uhr: Suchtechniken Theoretische und praktische Schulung zur Suche von Personen. Bilder (Simon Gräf): Station 1: Durchsuchen kleinerer Räume
Station 2: Durchsuchen mittel großer Räume Station 3: Durchsuchen von großen Bereichen mit mehreren Trupps
Gruppe 2, 3. Termin 02.04.2011, 8.00 Uhr: Themen: Suchtechniken, Theoretische und praktische Schulung. Bilder siehe oben Gruppe 1, 4.Termin 16.04.2011, 8.00Uhr: Rettung von Personen Theoretische und praktische Schulung zur Rettung von Personen. Wert wurde auf eine Breite, praxisnahe Ausbildung gelegt, die verschiedene Retttungsmethoden zeigt. Von schneller Crash-Rettung bis zu schonenden Möglichkeiten ist alles dabei. Bilder: Simon Gräf, Karlheinz Vollert
Stationsausbildung
Vertiefung als Truppübung: möglichst realistisch und ohne Sicht Gruppe 2, 4. Termin 30.04.2011, 8.00Uhr: Rettung von Personen Bilder siehe oben Gruppe 1, 5. Termin 14.05.2011, 8.00 Uhr: Brandlehre, Türprozedur Neben einer umfangreichen theoretischen Schulung zum Thema Brandphänomene, Lesen von Bränden (und Gefahren) und Brandbekämpfung wurde auch praktisches Thema behandelt. Die sogen. Türprozedur stellt das Kernelement im Brandeinsatz dar. Sie dient zur Erkundung und Abschätzung möglicher Gefahren und eindämmen eines möglichen Gefahrenpunktes. Wird die Türprozedur gar nicht oder nicht richtig gemacht, kommt der vorgehende Trupp sehr schnell in eine gefährliche Situation. Gleichzeitig trägt er zur unkontrollierten Ausbreitung von Feuer und Rauch bei. DAher muss diese Tätigkeit ständig "drillmäßig" geübt werden. Bilder: Simon Gräf
Gruppe 2: 5. Termin 28.05.2011, 8.00 Uhr: Brandlehre, Türprozedur Bilder siehe oben Gruppe 1: 6. Termin 25.06.2011, 8.00 Uhr: Themena: Brandbekämpfung Bilder siehe unten Gruppe 2: 6. Termin 11.06.2011, 8.00 Uhr Thema: Brandbekämpfung Nachdem bereits die Türprozedur im vorhergehenden Abschnitt behandelt wurde, geht´s mit dem eigentlichen Thema weiter. Schlauchmanagement ist eine wichtige Grundlage um erfolgreich einen Innenangriff durchführen zu können. Hier besteht oftmals Optimierungsbedarf und es gibt eine Menge Tipps und Tricks wie sich ein Angriffstrupp die Arbeit erleichtern kann. Vorbereitung der Schlauchreserve mit Schlauchtragekörben und das Schlauchpaket mit allen Vor- und Nachteilen wurde eingehend erörtert. Genauso wie das vernünftige Abschätzen der benötigten Schlauchlänge. Als Standardmaßnahmen wurden Brände in Ober- und Kellergeschossen eingehend behandelt. Um eine möglichst realistische Belastung zu erhalten wurde nur mit gefüllten Schläuchen und teilweise eingeschränkter Sicht vorgegangen. Die Zusammenarbeit im Trupp ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Aufgabe. Zum Abschluss wurde der Löschangriff mit tragbaren Leitern ausgebildet. Hier besteht vor allem die Problematik mit dem notwenigen Überstand bei zu kleinen Fensteröffnungen. Bilder (Simon Gräf):
Einsatzvorbereitung: Schlauchreserve
Vorgehen bei Kellerbränden
Vorgehen bei Bränden in Obergeschossen
Arbeiten mit tragbaren Leitern Gruppe 1: 7. Termin 23.07.2011 Thema: Grundlagen Sicherheitstrupp Stationsausbildung zur Thematik Sicherheitstrupp: Einsatzgrundlagen (Theorie), Ausrüstung für Sicherheitstrupp, Transport verunglückter Atemschutzträger und Suchtechniken. Im theoretischen Teil wurde auf Einsatzgrundlagen, allgemeine Einsatztaktik und auf die Besonderheiten des Sicherheitstrupp eingegangen. Zusätzlich wurden verschiedene Atemschutzunfälle besprochen (Ursache und Auswirkungen). In der praktischen Schulung konnten die Teilnehmer bereits bekannte Rettungsmethoden anwenden. Hier müssen einige Atemschutz-spezifische Randbedingungen berücksichtigt werden. Zusätzlich wurden einige spezielle Rettungsmethoden (z.B. mit Halbschleiftrage) berbeitet. Zusätzlich wurden die Suche nach Atemschutzträgern trainiert, die keine Verbindung zur Rückwegsicherung hatten. Bilder (Simon Gräf):
Transport verunglückter Atemschutzträger
Vorgehen an der Rückwegsicherung des vermissten Trupps Gruppe 2: 7. Termin 13.08.2011, 8.00 Uhr: Thema: Grundlagen Sicherheitstrupp Bilder siehe oben Nachholtermin: 30.07.2011 Gruppe 1: 8. Termin 10.09.2011, 8.00 Uhr: Thema: Auffinden und Luftversorgung Bilder siehe unten Gruppe 2: 8. Termin 19.08.2011, 19.00 Uhr: Thema: Auffinden und Luftversorgung Hauptaufgabe des Sicherheitstruptps ist die Rettung von verunglückten Atemschutzträgern. Wichtig ist dabei den Grund für die Notlage zu finden, Erstmaßnahmen einzuleiten und evtl. die Luftversorgung sicherzustellen. Kernelement ist die Auffindeprozedur. Hier wird die angetroffene Lage beurteilt, wichtige Punkte wie Luftvorrat, Verletzungen und allgemeiner Zustand des Atemschutzträgers abgeprüft. Je nach Situation muss sich der Trupp dann zur Crashrettung oder einer schonenden Rettungsvatiante entscheiden. Evtl. muss er sogar Löschmaßnahmen einleiten oder weitere Unterstützung mit technischen Rettungsgerät anfordern. Ist eine schnelle Rettung nicht möglich, muss die Luftversorgung sichergestellt werden. Auch bei Gerätedefekten oder beschädigten Masken/ Lungenautomaten muss er handeln. Es gibt verschiedene Varianten und Möglichkeiten. Vom Wechsel des Luftvorrats an der Mitteldruckleitung bis vollständigen Maskenwechsel oder Einsatz eines Rettungspacks ist alles möglich. Nur muss es von den Einsatzkräften und Realbedingungen beherrscht werden. Bilder: Simon Gräf (Zum Vergößern anklicken) U-Boot-Übung: Kuppeln der Mitteldruckleitungen unter Druck am PA Sicherung der Luftversorgung: Maskentausch mit eigenem Luftvorrat (Preßluftatmer) Luftversorgung: Rettungsfluchthaube mit eigenem Luftvorrat Gruppe 1: 9. Termin 22.10.2011, 8.00 Uhr Thema: Nachschulung Sicherheitrupp Grundlagen, Auffinden, Luftversorgung Gruppe 2: 9. Termin 15.10.2011, 8.00 Uhr Thema: Einsatzübungen Teil1 Praktische Anwendung und Vertiefung der vorhergehenden Ausbildungsteile. In kleinen Übungseinheiten werden typische Einsatzsituationen durch die Sicherheitstrupps abgearbeitet. Wichtig ist dabei die Zusammenarbeit der Atemschutztrupps untereinander. Verschiedene Einsatzsituationen wurden dabei nachgestellt:
Bilder Simon Gräf
Vorgehender Sicherheitstrupp mit Schleifkorbtrage
Umbettung in Schleiftrage - 2 Atemschutzträger reichen dazu nicht
Die Treppe hochschieben bedeutet Schwerstarbeit
Crashrettung eines bewusstlosen Atemschutzträgers Gruppe 1+2: 10. Termin 05.11.2011, 8.00 Uhr Thema: Einsatzübungen Teil 2 Fortsetzung der Einsatzübungen unter möglichst realistischen Bedingungen wie Null-Sicht, Zeitdruck, vollständiger Ausrüstung. Beispielhaft einige typische Einsatzsituationen:
Bilder: Simon Gräf
"verunglückter" Atemschutzträger - oben wartet der Truppführer und gibt die Notfallmeldung ab
Einen verunfallten Atemschutzträger über die Treppe hochzubringen ist echte Schwerstarbeit
leichter geht es mit einer Schleifkorbtrage
Wechsel der Luftversorgung bei einem eingeklemmten Atemschutzträger Gruppe 1+2: Abschlußübung 12.11.2011 8.00 Uhr Thema: Einsatzübungen und Lehrgangsabschluß Möglichst realitätsnahe Ausbildung mit hohem Streßfaktor, "Nullsicht", dynamischen Lagen in komplexeren Einsatzszenarien. Der Sicherheitstrupp soll möglichst selbstständig oder mit mehreren Trupps zusammen, eine Notlage beherrschen können.
Panikattacke - der Sicherheitstrupp kümmert sich um den Truppführer, doch wo ist der Truppmann?
Crashrettung aus beengter Situation: WC-Kabine hinter der Eingangstüre
Komplexe Situation: Einsatz mehrerer Trupps im Innengriff, während sich ein Notfall ereignet. Der Führungsaufwand und Kommunikationsbedarf ist gewaltig Lehrgangsschluß - Sicherheitstrupp 2011 (Siehe auch gesonderten Bericht): Feuerwehr Hofheim: Thomas Bohl, Klaus Hau Feuerwehr Ditterswind: Martin Eckl, Frank Braun Feuerwehr Hafenpreppach: Björn Harnauer, Guido Kaupert Feuerwehr Stadtlauringen: Sebastian Fritz, Tobias Saar, Heiko Saum, Philip Schubert, Peter Sterzinger, Andreas Stettner
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 11. Dezember 2011 um 11:42 Uhr |













































